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Die Motopädagogik in meiner Arbeit

Im Laufe meines
Unterrichts mit erwachsenen Schülern bemerkte ich immer wieder, dass
ihnen neues Lernen oftmals schwerer fällt als Kindern. Alte
Bewegungsmuster hängen fest und sind teilweise schwieriger zu
durchbrechen. Auch kann motorisches Lernen durch bestimmte Emotionen wie
Unsicherheit und Angst beeinträchtigt werden.
Auf der Suche nach einer Lösung der damit verbundenen Probleme beim
Reiten und Unterrichten, stieß ich auf die Motopädagogik.
Die Motopädagogik ist
ein ganzheitlich orientierter Ansatz, der sich
mit der Bewegungs- und Wahrnehmungsschulung
befasst. Mittels Bewusstwerdungs- prozessen werden die erforderlichen
Handlungskompetenzen gebildet und/oder erweitert.
Die Motopädagogik geht
davon aus, dass Psyche und Motorik eng miteinander verknüpft sind. Denn
unser psychisches Innenleben zeigt sich in unserer Motorik.
Sie greift unter
anderem die angeborenen koordinativen
Grundeigenschaften (wie zum Beispiel: Gleichgewichtsfähigkeit,
Rhythmus- fähigkeit, muskuläre Unterscheidungsfähigkeit,
Reaktionsfähigkeit und räumliche Orientierungs-fähigkeit) auf und baut
diese im Rahmen der jeweils individuellen
Möglichkeiten aus.
Im Mittelpunkt meiner
motopädagogischen Arbeit steht die prozessorientierte Förderung und
Begleitung von Reiter und Pferd. Dies bedeutet die Auseinandersetzung
mit den jeweils aktuellen Entwicklungsaufgaben und –themen!
Wesentlich dabei ist
immer die Beziehung zu sich und seinem Pferd, die es zu
stärken (Nutzung der persönlichen Ressourcen),
zu fördern (Erhaltung und Weiterentwicklung
erworbener Fähigkeiten) oder wiederherzustellen
(Nachholung von Lernprozessen) gilt.
Die Motopädagogik zieht
sich wie ein roter Faden durch meine Arbeit. Von ihr profitieren sowohl
Reiter als auch Pferd, sei es vom Boden aus oder unter dem Sattel.
Denn Wahrnehmung und Bewegung sind der Motor jeglicher Entwicklung!
Mein Ziel
ist es, Freude an der Bewegung ohne Leistungsdruck zu schaffen. |